Also, das Wetter macht was es will. Bei unserer Ankunft am
Sonntagnachmittag mal bedeckt mal sonnig und auch mal Regen. Am Montag jedoch
wurde es im Laufe des Tages immer besser, sodaß wir die Dreharbeiten auf dem
Campingplatz zügig und erfolgreich abschließen konnten. Gegen Abend strahlte die
Sonne und der Himmel zeigte sein blauestes Blau. Kurrzfristg wurde der für
Dienstag geplante Dreh vorverlegt. Mit dem kleinen T.E.C. durften wir bis vor
die Zugbrücke der Burg fahren. Unser Memet zeigte seine fahrerischen Qualitäten
bei dieser schmalen und steilen Straße, die für den öffentlichen Verkehr
gesperrt ist. Soviel Engagement der Truppe musste belohnt werden. Unsere
Gastgeber auf dem Campingplatz, Herr Töpfer und seine hilfsbereite Tochter Frau
Schmitt, hatten für uns einen Grillabend organisiert. Mit Steaks und
Thüringerwurst wurde die Truppe gesättigt. Leider musste unser Draußensein gegen
23 Uhr wegen einer aufkommenden Kälte beendet werden. Heute, am Dienstag, wurden
noch Fahraufnahmen in den schmalen Straßen von Eisenach und auf dem Marktplatz
erledigt. Der Tag begann bei strahlendem Sonnenschein, der allerdings gegen
Abend in Regen überging. Wir werden den Campingplatz und die Stadt Eisenach in
guter Erinnerung behalten. Unser nächstes Ziel Pirk werden wir am Mittwoch
ansteuern.
Wir haben unsere zweite Tourstation erreicht. Im schönen Vogtland sind wir im
Naherholungsgebiet Talsperre Pirk angekommen. Das Wetter spielt wohl weiter mit.
Blauer Himmel und Sonnenschein haben uns das Arbeiten heute erleichtert. Unser
Campingplatz direkt am See der Talsperre ermöglicht viele
Freizeitaktivitäten. Schwimmen, Bootfahren, Surfen, Wandern und Radfahren sind
nur einige davon. Sehr interessant sind einige in der Nähe liegenden
Sehenswürdigkeiten, die allerdings etwas im verborgenen Hinterland liegen. Ein
Besuch lohnt jedoch allemal. Sei es die größte und längste Ziegelsteinbrücke
(Götschtalbrücke)der Welt in Mylau. Hier rauschen mittlerweile die ICE-Züge der
Deutschen Bahn über das gigantische Bauwerk. Dem Besucher bietet sich aus 150m
Höhe ein wunderschöner Blick über dieses Bauwerk. Voraussetzung ist allerdings
Schwindelfreiheit; denn nur wer sich in den an einem Seil befestigten
Fesselballon traut, erschließt sich die volle Dimension der Brücke. Unweit von
Mylau. lohnt sich ein weiterer Besuch in Netzschkau. Hier werden noch heute die
weltberühmten "Plauener Spitzen" hergestellt. Sowohl auf Stickstraßen von 1943
wie auch auf computergesteuerten Produktionsstraßen der Neuzeit.
Der touristische Aufbruch findet hier im Vogtland etwas verspätet, aber mit
viel Engagement aller Beteiligten, zur Zeit statt. Eine große Gastfreundschaft
und Herzlichkeit schlägt uns immer wieder entgegen. Die Menschen hier verdienen
unsere Anerkennung und Respekt.
Mittlerweile sind wir schon an der dritten Station unserer Tour auf dem
Knaus-Campingpark in Nürnberg angekommen. Nachdem das Wetter gestern, an unserem
Anreisetag, nicht das Schönste war, zeigt es sich heute von seiner besten Seite.
Blauer Himmel und Sonnenschein bei über 25 Grad lassen uns den Tag geniessen.
Einige jedoch müssen auch heute wieder arbeiten. Leider konnten wir unsere
Fahraufnahmen heute nicht komplett erledigen. König Fußball regiert heute im
naheliegenden Frankenstadion. Im Conferations Cup spielen hier Australien gegen
Argentinien. Zwei unserer Truppe, Katharina und Eddy werden live dabei
sein.
Die Stimmung der "Truppe" ist locker und gelöst. Wir verstehen uns alle,
trotz der Arbeit, sehr gut. Heute wollen wir versuchen eine Mulimedia-Night
innerhalb unserer Wagenburg zu veranstalten. Das Wetter spielt wohl
mit. Nicht unerwähnt soll der Besuch von zwei Schäfchen sein, die das
Enkelkind der Betreiberfamilie Nuss mit der Flasche großgezogen hat. Einfach
süss!
Weiterhin begleitet uns traumhaftschönes Wetter auf unserer Tour. Auch in
Utting wurden wir herzlich begrüßt. Sowohl Herr Bürgermeister Klingel, als
auch die Platzcheffin Frau Bielmeier, wünschten uns gutes Gelingen. Unsere
Drehaufnahmen führten uns heute, wie könnte es anders sein, nach Kloster Andechs
und der Erdfunkstation Raisting. Gigantisch schmeckendes Bier und gigantisch
große Parabolspiegel waren für uns eine Symbiose. Sicherlich ein Höhepunkt für
die Truppe war ein Segeltörn auf dem Ammersee. Die 100 Jahre alte "S.Y. Albatros
pflügte lautlos durch die Woogen des Ammersees. Für uns Landratten ein
unvergessliches Erlebnis.
Auch das gesellige Beisammensein kommt nicht zu kurz. Innerhalb unserer
"Wagenburg" war gestern unser erster Grillabend. Unsere drei unterschiedlichen
Gasgrills erfüllten alle Erwartungen und niemand musste nach Mitternacht hungrig
ins Bett gehen. Bayern, Ammersee und Utting sind eine Reise wert. Wir
verabschieden uns von Deutschland und werden nach Österreich ins schöne Inntal
fahren.
Unser letztes Tourziel Sexten war in mehrfacher Hinsicht der Höhepunkt
unserer diesjährigen Womotour. Unser Campingplatz "CaravanPark Sexten" befindet
sich auf über 1600m Höhe vor der gigantischen Kulisse der "drei Zinnen",
inmitten der Dolomiten. Dank seines hervorragenden Angebotes gehört
dieser Platz zu den Top-Campingplätzen in Europa.
Großzügiger Wellnessbereich und eine hervorragende Gastronomie gehören ebenso
zur Ausstattung wie große Stellplätze mit Frisch- und Abwasseranschluss.
Hilfsbereit und liebenswürdig, sowohl das Personal wie auch der Besitzer - Herr
Happacher. Wir fühlten uns rundum gut betreut und sehr wohl.
Unvergesslich in Erinnerung bleibt der gesamten Truppe unsere Anwesenheit
beim großen "Alta
Pusteria Chorfestival". Die 100 Chöre mit über 3700 Sängerinnen
und Sängern kamen aus Italien, Spanien, Portugal, Schweiz, Österreich,
Czechische Republik, Bulgarien, Rumänien, Ungarn, Kroatien, Russland, Littauen,
Estland, Lettland, Polen, Ukraine, Israel, USA und den Philippinen. Das
große Abschlusskonzert auf dem Markplatz in Innichen war ein Erlebnis besonderer
Art. Die über 3700 Kehlen sangen das "Ave Verum" von Mozart und den "Gefangenen
Chor aus Nabuco" von Verdi. Gänsehautfeeling machte sich breit. Manche Augen
wurden feucht und manche Träne vergossen. Wenige Stunden zuvor gings mit der
Seilbahn auf den "Helm" zu einem wahren Leckerbissen. Neun Bergsteigerchöre
sangen vor der Traumkulisse "Lieder der Bergsteiger" aus ihrer italienischen
Heimat. Selbst bei der Talfahrt ließen es sich die Sänger nicht nehmen, uns
musikalisch zu begleiten.
Ein großes Dankeschön gebührt Herrn Günter Leitgeb, dem Chef des
Fremdenverkehrsverbands Sexten. Unser gesamtes Womoteam, Herr Happacher und
seine Kollegen der Fremdenverkehrsgemeinden Innichen und Toblach waren
eingeladen, Südtiroler Lebens- und Gaumenfreuden zu genießen. Ein 300 Jahre
altes Bauernhaus,
das in Putschall, am Grossglockner abgetragen, und in Sexten am Fuße der
Rotwand liebevoll zum Gasthäusl & Bar aufgebaut wurde, war der sehr gut
gewählte Rahmen.
Ein sehr würdiger Abschluss unserer diesjährigen Womotour,
die alle Erwartungen weit übertroffen hat. Danke an
Alle!

Abschiedsfest des gesamten Teams